Unterschätzt: Ferien im Atlantikwall.


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Ferien im AtlantikwallDamit wir uns nicht falsch verstehen: Man kann im Atlantikwall keine Ferien machen. Und man sollte es auch nicht. Zumindest nicht in der Originalversion. Originalversion? Tatsächlich gibt es so etwas wie einen zweiten Atlantikwall. Und natürlich ist das nicht sein offizieller Name. Einen offiziellen Namen hat er gar nicht. Nur von manchem Einheimischen eines bestimmten, hierzulande in der Regel ganz und gar unterschätzten Landstrichs, die übrigens auch die Originalversion kennenlernen mussten, wird er gelegentlich so genannt. Und zwar selbstverständlich in ziemlich abwertender Absicht. Wo das ist? In nahezu jedem Badeort der belgischen Nordseeküste. Vom feinen, herrlichen Knokke im Osten, das so viel mehr zu bieten hat und so viel netter ist als alles, was an der deutschen Nordseeküste teuer ist, über Seebrügge, das nichts als Hafen ist, über die großen Badeorte wie Blankenberge und Middelkerke mit ihrer tatsächlich wallartigen Strandbebauung, das ziemlich Brighton-artige Ostende mit noch höherer Wallbebauung, bis hin ans westliche Ende in De Panne, hinter dem Belgiens herrlicher, unendlich langer, breiter und feiner Sandstrand endet und bei Dünkirchen Frankreich beginnt.
Möwe am Strand
Das mit dem Atlantikwall ist allerdings kein Scherz: Tatsächlich hat man, vor allem von den 1960ern bis in die 1980er, in den meisten der belgischen Badeorte ziemlich hohe, an die zehn Stockwerke messende Apartmenthäuser direkt an die Strandpromenade gebaut. Nahezu ohne Lücken dazwischen, und fast durchgehend mit einer enorm großzügigen Verglasung – leicht und transparent im Detail und oft in herrlicher Verbindung zur klassischen Moderne und ihrer Befreiung von den allzu oft allzu schweren Formen historisierender Architektur. Nur in der Summe, aneinandergereiht, ergibt sich daraus eine enorme Wand aus Stahl, Beton und Glas. In Blankenberge etwa ohne große Unterbrechungen über eine Strecke von ziemlich genau zwei Kilometern. Und das sieht natürlich, wenn man davor steht oder es zum ersten Mal auf einem Foto, das bei typischem Nordseewetter aufgenommen wurde, deutlich weniger malerisch aus, als man es gerne hätte. Kein Zingst, kein Heiligendamm, kein Kampen, sondern, ja, tatsächlich, eine Art Atlantikwall. Um uns aber keinen übertriebenen Missbrauch doch zu recht ziemlich negativ konnotierter Begriffe vorwerfen zu lassen, sollen beide Versionen (vom Original gibt es in den Dünen zwischen manchen der Badeorte übrigens auch noch ein wenig zu besichtigen) von jetzt an nicht weiter erwähnt werden. Denn schließlich geht es ja darum, warum diese auf den ersten Blick erstaunliche, sich dem sich nur zu gerne in der vermeintlich unberührten Natur besonders erdverbunden wohlfühlenden Mitteleuropäer teutonischen Weltanschauungszuschnitts mit dem ganzen Grauen einer unverständlichen und ungemütlichen Moderne präsentierende Gebäudeketten in Wirklichkeit eine absolut fabelhafte Sache sind.

mrgeef am StrandFangen wir damit an, dass diese Gebäude ja auch Vorgänger aus der ersten Hochzeit dieser Seebäder haben, die an manchen Stellen noch zu sehen sind: Ebenfalls mehrstöckige, hoch gebaute, dicht an den Strand gedrängte Häuser aus dem 19. Jahrhundert und mit den in der klassischen Architektur und ihren weniger hochwertigen Derivaten, in denen mancher nur zu gerne eine untergegangene Wohnqualität vermutet, die in Wahrheit niemals existierte, und die der praktischen Abwehr salzigen Winds wegen einfach mit glasierten Kacheln verkleidet wurden, die man sicher alles, nur nicht ansehnlich nennen darf. Und die, was die Zahl der Fenster und vor allem ihre Größe angeht, auch nicht unbedingt versprechen können, herrlichen Aus- und Durchblick auf das Meer zu bieten. Die neueren Häuser dagegen sind fast durchgehend mehr Fenster als irgendetwas anderes. Und sie bieten damit eine Möglichkeit, die es sonst kaum irgendwo gibt: Jeder, wirklich jeder der Bewohner dieser Häuser – und bei neun bis zehn Etagen pro Haus wohnen da jeweils eine Menge Leute drin – hat direkten Blick auf Strand und Meer. Ohne (den manchem Vielfahrer in den Ferien so verhassten) Straßenverkehr direkt vor Tür und Fenster. Stattdessen gibt es Aussicht und frischen Wind für alle. Kürzeste Wege zum Strand und ans Wasser für alle. Und vor allem: Ist man in so einem Apartment, sieht man die anderen Hochhäuser ja gar nicht, sondern nur Meer und Strand vor sich. Und liegt man am Strand, dann sähe man die Häuser nur, wenn man nicht auf Meer und Strand schauen wollte. Und wer würde das schon ernsthaft machen?

Sonnenuntergang BlankenbergeSo viel zur Bebauung. Aber warum sollte man da eigentlich überhaupt hinfahren. Nach Belgien. Ein Freund, dessen Ansichten ich ansonsten sehr schätze, meinte einmal, Belgien sei eigentlich das überflüssigste Land der Welt. Zur Hälfte von Franzosen und Flamen, die sich ständig streiten, sowie von ein paar versprengten Deutschen bewohnt, ohne echte eigene Identität und ohne besondere Anziehungspunkte. Nur Schokolade und Friteuse. Und man könne es durchaus aufteilen. Soso: Mein lieber Freund, das ist natürlich völliger Schwachsinn. Hoffen wir, dass es nicht Deine eigene Meinung war! Belgien, und insbesondere dieser Küstenstrich zwischen Knokke und De Panne hat nämlich eine ganze Menge zu bieten. Vom unendlichen Strand hatten wir es ja schon. Dazu kommt die herrlichste, reichhaltigste Fischküche, die man sich vorstellen kann. Muscheln in allen Größen, Nordseekrabben, größere Krabben, der unvermeidliche Kabeljau, Lachs, Hummer und Langusten, ganz große Krabben, Aal, Seeschnecken, Austern und noch eine ganze Menge mehr. Und alles nicht auf die leichte, mediterrane Art zubereitet, sondern von einigermaßen kräftig bis schwer und üppig: In Ostende zum Beispiel Kabeljau, Lachs und Krabben mit Pilzen in schwerer Sahnesauce. Oder geräucherter Aal in Spinat und Sauerampfer. Und natürlich die Mieschmuscheln in Mengen, an die man sich erst gewöhnen muss, und an denen sich mancher übernimmt. Alles herrlich frisch, und alles so voller maritimem Geschmack, dass es seinesgleichen sucht.

mrgeef in BlankenbergeUnd wenn man auf das alles keine Lust mehr hat, kann man natürlich immer noch nach Brügge fahren, das umwerfend schön ist, wenn man für mittelalterliche Altstädte schwärmt. Und wo vor allem in einigen Brauereien das herrlichste belgische Bier gebraut wird, das sich denken lässt: Obergärig und in der Flasche nachvergoren, je nach Version (Blonde oder Tripel) mit mehr oder weniger fruchtigen Hefenoten, meist ganz sanft am Anfang, und mit oft nicht weniger als neun Umdrehungen buchstäblich umwerfend am Ende. Mein Favorit: Das Straffe Hendrik Tripel aus Brügges ältester Brauerei De Halve Maan. Beide – mittelalterliche Altstadt und belgisches Bier – versöhnen dann auch sicher all jene wieder mit der modernen Seebadarchitektur, die dem Begriff des zweiten Atlantikwalls aus auf’s falsche Objekt projizierter Traditionsliebe vielleicht doch etwas abgewinnen konnten.