Fish & Chips. À la continentale.

Fish and ChipsFish and Chips sind ja eigentlich ein ziemlich grausames Essen: Da nimmt man grundsätzlich solchen Fisch, der nicht gerade zum allerbesten gehört, zieht ihn durch klebrigen Bierteig und wirft ihn für ein paar Minuten ins siedende Öl. Auf dem Teller landen dann vor allem Mehl- und Fettaromen. Und nicht besser die Chips: In dicke Stäbe geschnittene Kartoffeln, die ebenfalls im siedenden Öl versenkt, dort aber nicht knusprig ausgebacken werden, sondern eine blasse, ungebräunte Oberfläche und eine eher weiche Konsistenz behalten – und ebenfalls vor allem Fettaromen auf den Teller bringen. Und ist das nicht grässlich? Ist es tatsächlich nicht, sofern man ein paar Modifikationen vornimmt, die im vorliegenden Fall allerdings zu einer gewissen Kontinentalisierung von Fish and Chips führen. Aber das ist ja letztlich wie mit den Straßenseiten: Die machen’s falsch, und hier auf dem Kontinent macht man’s richtig. Weiterlesen

Skrei? Kabeljau. Skrei!

Skrei in Fenchel-Dill-Sud an Spinat-Ricotta-NockenWeißer Fisch ist ja eigentlich gar nicht meins. Zu fein, zu zart, zu unnachgiebig gegenüber den kleinsten Fehlern und vor allem gegenüber nicht ganz exaktem Timing. Sicher: Gegrillter Seeteufel ist immer eine sichere Bank. Aber der ist ja eigentlich auch kein weißer Fisch. Und doch schien mir aus gleich mehreren Gründen kein Weg am weißen Fisch vorbeizuführen. Einmal wäre da zu erwähnen, dass ich regelmäßig, sobald es zum Ende des Winters wieder einigermaßen wärmer wird, das ganze schwere, üppige Essen nicht mehr sehen kann. Dann natürlich, dass ich mich vor ein paar Tagen mit einem dicken Rinderbraten ein wenig übernommen hatte. Und schließlich gäbe es da ja auch noch die Saisoneröffnung der Fastenzeit, die ja keinesfalls – auch, wenn mir das mancher zutrauen mag! – ausschließlich aus Starkbier besteht. Sondern eben auch aus Fastenspeisen. Genauer: Den teuersten, feinsten und ausgesuchtesten Fischsorten, die man sich vorstellen kann. Und zu diesen gehört der Skrei. Weiterlesen