Schweinebauch und Wirsing

Schweinebauch und Wirsing

Lange war ich mir gar nicht sicher, was nun hier die Hauptrolle spielen sollte: Schweinebauch vom Schwäbisch-Hallischen, ohne Schwarte, 24 Stunden angepökelt und zwei Stunden lang im Ofen gebraten, so dass er vom Fett nahezu befreit war und fast schon zerfiel? Oder frischer Wirsing mit vielen herrlich fleischigen, dunkelgrünen Blättern, knapp eine Stunde lang geschmort und dabei  ordentlich angeröstet? Ich konnte mich schier nicht entscheiden – daher kommt hier nun beides als gemeinsames Rezept. Der Schweinebauch, weil damit zu beweisen ist, dass man ihn durchaus verträglich zubereiten kann, ohne dabei in Fett baden zu müssen. Und der Wirsing, weil er mit seinem kräftigen, fleischigen Geschmack und seinen exzellenten Schmoreigenschaften mit Abstand mein liebstes Gemüse für Herbst und Winter ist. Beides geht wunderbar zusammen, ist ziemlich unkompliziert zuzubereiten und erfordert auch nicht viel Aufwand – nur ein wenig Zeit sollte man mitbringen, denn beide Rezepte kochen sich zwar mehr oder weniger von selbst, brauchen dafür aber ein bisschen. Und wohlverstanden: Beide müssen nicht unbedingt zusammen auftreten. Tatsächlich gibt es den Wirsing in Herbst und Winter bei mir öfter als den Schweinebauch, was aber weniger am Schweinebauch liegt, sondern eher darin, dass mir bei Gemüse in der Regel eher die Phantasie ausgeht als beim Fleisch. Weiterlesen