Pasta mit Thunfisch.

Pasta mit ThunfischThunfisch aus der Dose hat ja durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit Katzenfutter. Was die Verpackung betrifft. Was den Geruch angeht. Und auch im Geschmack, stelle ich mir vor – denn überraschenderweise gehört Katzenfutter in Ermangelung der zugehörigen Katze nicht zu den Dingen, deren Geschmack ich in Kindertagen schon selbst überprüft habe – dürfte es da gewisse Analogien geben. Und dann gibt es ja auch noch Leute, die sich den beliebterweise in Sonnenblumenöl oder anderem Biodiesel eingelegten Thunfisch mit rohen Zwiebeln aufs Vollkornbrot packen. So gesund! Aber – und das wird nun wieder wenig überraschen: Thunfisch ist nicht gleich Thunfisch. Und wo es auf der einen Seiten den katzenfutterartig in Dosen gepressten gibt, da gibt es auf der anderen Seite auch den feinen, durchaus aromatischen, in anständiges Olivenöl eingelegten Thunfisch, der nebenbei zwar ein Schweinegeld kostet, mit dem man aber geschmacklich auch eine Menge anstellen kann. Und zwar ganz simpel. Wir machen daraus: Fettuccine mit Thunfisch und Tomaten. Weiterlesen

Pasta mit Kürbis und Entenleber.

Pasta mit Kürbis und EntenleberInnereien sind ja trotz ihres ausgeprägten Geschmacks erstaunlicherweise eine Sache, mit der erstaunlich viele Leute erstaunlich wenig anfangen können. Wobei ich zugebe: Wenn man auf die Konsistenz des Essens einigermaßen Wert legt, mit stark ausgeprägten Geschmacksnoten aber eher weniger anfangen kann, dann wird man vermutlich mit Dingen wie Beuscherln (oder Lungenhaschee, wie man anderswo sagt), Pansen, Kutteln, Entenjung oder gar Leopold Blooms Frühstücksniere eher nicht so glücklich werden. Andererseits: warum es nicht einmal versuchen? Und zwar, zur Eingewöhnung, mit der wahrscheinlich harmlosesten und saubersten Variante tierischer Innereien: Der Entenleber. Und, um sie geschmacklich und konsistenziell noch einmal zu verdünnen: Entenleber mit Kürbis. Schließlich, um sie in ganz und gar harmloser Variante auf den Tisch zu bringen: Als Pasta mit Kürbis und Entenleber. Weiterlesen

Pasta für Angeber: Die Schinkentorte.

SchinkentorteMeist muss man sich ja entscheiden: Soll man aufwendig und ambitioniert kochen, damit die Gäste etwas zu staunen haben, sich dabei aber dem Risiko aussetzen, dass man den Großteil des Abends in der Küche verbringt, und dort schlimmstenfalls ein derartiges Chaos anrichtet, dass letztlich auch die Qualität des Essens darunter leidet, um dadurch leichtfertig in den Ruf zu geraten, nachgerade Überambitioniertes versucht zu haben? Oder soll man stattdessen das machen, was man immer macht, was man kann, von dem man weiß, dass die Gäste es mögen werden, das sicher gelingt, auch wenn man es einen Moment aus den Augen lässt, und das aber manchmal, leider, man muss es sagen, so wenig raffiniert aussieht, wie es in Wirklichkeit auch ist, so dass man auf dieser entgegengesetzten Seite aller Ambition und Anstrengung leicht den Anschein erleidet, man wolle sich für seine Gäste noch nicht einmal ein kleines bisschen anstrengen? Wie könnte also eine Lösung aussehen: Wie ein Essen idealerweise, das im Prinzip genau das ist, was es immer gibt, und in dem also kein Risiko steckt. Gleichzeitig aber wie eines, das überraschend und raffiniert wirkt, und das keiner der Gäste so schon einmal gesehen hat – ein gewisser Abnutzungseffekt des folgenden Rezepts sei dabei ignoriert. Wie ein Essen also, das auf den ersten Blick die größte Aufmerksamkeit weckt und alle Gäste rätseln lässt, was es denn wohl sei, sich dann aber, nach dem Anschneiden und Probieren, als simples, gutes, anständiges Lieblingsessen herausstellt. Geht nicht? Doch: In Form einer mit Nudeln gefüllten Schinkentorte. Weiterlesen

Keine Angst vor Tintenfischen.

TintenfischeIch gebe ja zu: So wirklich zum Anbeißen sehen die drei kleinen Tintenfische nicht aus. Aber freilich: gefangen, gehäutet, ausgeweidet, der Tinte beraubt, tiefgekühlt und wieder aufgetaut: Da kann man schon ein wenig blass und kraftlos wirken – zumal, wenn man ohnehin zu den Weichtieren gehört. Aber: Man sollte hier keinesfalls vom Äußeren auf die geschmacklichen Qualitäten schließen. Tatsächlich sind die kleinen Tintenfische hier nämlich ideal, wenn man auch bei den Meerestieren einen etwas kräftigeren Geschmack vorzieht, dabei kein Vermögen ausgeben will und etwas für die schnelle und entspannte Küche an nicht mehr allzu hochsommerlichen Tagen sucht – also immer dann, wenn es für Salate schon zu kühl, für Wildragout aber noch deutlich zu heiß ist. Und daraus wird dann: Pasta mit Tintenfischen in Weißwein. Weiterlesen