Pasta für Angeber: Die Schinkentorte.

SchinkentorteMeist muss man sich ja entscheiden: Soll man aufwendig und ambitioniert kochen, damit die Gäste etwas zu staunen haben, sich dabei aber dem Risiko aussetzen, dass man den Großteil des Abends in der Küche verbringt, und dort schlimmstenfalls ein derartiges Chaos anrichtet, dass letztlich auch die Qualität des Essens darunter leidet, um dadurch leichtfertig in den Ruf zu geraten, nachgerade Überambitioniertes versucht zu haben? Oder soll man stattdessen das machen, was man immer macht, was man kann, von dem man weiß, dass die Gäste es mögen werden, das sicher gelingt, auch wenn man es einen Moment aus den Augen lässt, und das aber manchmal, leider, man muss es sagen, so wenig raffiniert aussieht, wie es in Wirklichkeit auch ist, so dass man auf dieser entgegengesetzten Seite aller Ambition und Anstrengung leicht den Anschein erleidet, man wolle sich für seine Gäste noch nicht einmal ein kleines bisschen anstrengen? Wie könnte also eine Lösung aussehen: Wie ein Essen idealerweise, das im Prinzip genau das ist, was es immer gibt, und in dem also kein Risiko steckt. Gleichzeitig aber wie eines, das überraschend und raffiniert wirkt, und das keiner der Gäste so schon einmal gesehen hat – ein gewisser Abnutzungseffekt des folgenden Rezepts sei dabei ignoriert. Wie ein Essen also, das auf den ersten Blick die größte Aufmerksamkeit weckt und alle Gäste rätseln lässt, was es denn wohl sei, sich dann aber, nach dem Anschneiden und Probieren, als simples, gutes, anständiges Lieblingsessen herausstellt. Geht nicht? Doch: In Form einer mit Nudeln gefüllten Schinkentorte. Weiterlesen