Bachelor’s Lunch: Pochierte Eier auf Brot, Speck und Käse.

Pochiertes EiWas der kleine Hunger zwischendurch sein soll, für den es zumindest in der Werbung so viele (und meist recht schokoladenlastige) Lösungen gibt, habe ich eigentlich nie so recht verstanden. Denn entweder hat man Hunger, oder man hat keinen. Und entsprechend isst man dann etwas, oder man lässt es bleiben. Nur eine Ausnahme von dieser Regelung kann ich mir vorstellen: Man ist auf einer Weinmesse unterwegs, hat zwar keinen Hunger, muss aber etwas essen, weil man sonst erst am Tag darauf von der Hallenreinigung gefunden wird. Für solche Fälle jedoch sind (zumindest bei mir) schokoladenhaltige Lösungen denkbar ungeeignet. Ich habe stattdessen immer links und rechts ein paar kleine Würste in der Jackentasche. Weiterlesen

Chili. Mit Fleisch. Und mit Kakao.

Chili con carneEigentlich ist dieses Rezept vollkommen überflüssig. Oder es sollte es zumindest sein. Denn Chili (das gerne mit mental erhobenem Zeigefinger von einem gepressten con carne begleitet wird – aber seien wir ehrlich: wieso sollte man es ohne Fleisch essen?) gehört ja durchaus zu den Dingen, die man ziemlich mühelos auch dann kochen kann, wenn man eigentlich gar nicht kochen kann. So dachte ich zumindest, bis ich unlängst im ernährungsideologisch ansonsten fleischfrei eingefärbten Magazin einer größeren Biosupermarktkette über ein richtiges Chili-Rezept stolperte. Richtig war es allerdings nur dahingehend, dass es ein richtiges Rezept sein wollte, weniger richtig aber leider in der praktischen Umsetzung dieses Anspruchs, denn Schmorgerichte (von denen Chili selbstverständlich eines ist) und Zeitvorgaben mit einer 1 als erster Ziffer und maximal einer 7 als zweiter Ziffer bei der Gesamtminutensumme funktionieren nun einmal leider nicht. Und so fiel mir der alte Columbo ein, der vor allem in den ersten Staffeln gerne und reichlich Chili zu sich nimmt. Mal mit und mal ohne Bohnen – der Abwechslung wegen. Und gut durchgezogen natürlich: That’s the way I like it! Weiterlesen

Ragù: Sauce Bolognese

Pasta mit Sauce Bolognese

Ein Gedankenexperiment: Könnte es gelingen, die hierzulande mit Abstand beliebteste Pastasauce auch unter dem Namen bekannt zu machen, unter dem man sie in ihrem Heimatland kennt? Also nicht als Sauce Bolognese? Und nicht als besonders schöne Tomatensauce mit Hackfleisch, oder gar Hackfleischsauce mit Tomaten? Nicht als jene italienische Sauce, die das Bayerische Kochbuch kennt? Und auch nicht unter den sonderbaren Namensschöpfungen jener Nachfahren eines glücklosen Jacques Tricatel, der noch 1976 letztlich keine Chance gegen einen genialen Charles Duchemin hatte? Sondern: Als Ragù. Wahrscheinlich nicht. Und was hätte man auch davon? Denn die Massen an Sauce Bolognese, die sicher jeden Tag zubereitet werden, würden, wofern sie schon nicht besonders gut sein sollten, davon auch nicht besser. Und genau das ist der entscheidende Punkt: Ragù ist keineswegs eine schnell zuzubereitende Sache, die man nebenbei jeden Tag machen kann, sondern erfordert ein wenig Wissen darüber, wie es gemacht wird, und vor allem auch gar nicht so wenig Zeit – mindestens zwei Stunden sollte man schon einplanen. Nimmt man sich diese Zeit aber: Oh, was für ein wunderbares Essen kann das werden! Weiterlesen