Kaninchenrücken mit Kastanien in Marsalarahm

Kaninchenrücken mit Kastanien in MarsalarahmDieses Rezept ist eine Premiere: Nie zuvor habe ich selbst Kaninchenrücken zubereitet, sondern bisher immer nur Keulen verwendet. Einer der Hauptgründe dafür dürfte gewesen sein, dass sich Keulen ziemlich einfach und unkompliziert essen lassen, und dass es eigentlich egal ist, wie lange man sie schmort, so lange es nur lang genug ist. Beides, dachte ich mir, dürfte beim Rücken nicht möglich sein, denn erstens hängen da ja eine Menge Knochen dran, die man entweder vor dem Kochen ziemlich mühsam entfernen muss oder nach dem Kochen dort wiederfindet, wo man sie gerne lieber nicht wiederfinden möchte, und zweitens, stellte ich mir vor, müssten die kleinen Rückenfilets ja auch eine ziemlich feine, zarte und ausgesprochen empfindliche Sache sein, die sich bei ein wenig Unachtsamkeit ganz schnell in etwas weniger zartes verwandeln ließe. Und dann bekommt man bei der Keule natürlich auch mehr Fleisch für’s Geld, was durchaus auch dann nicht unbedeutend sein kann, wenn man nicht gerade der allergrößte Sparfuchs ist. Aber: Keulen waren keine mehr zu haben, der schöne Rücken lockte mich, ich wusste auch sonst gerade nicht so wirklich, und schon fand ich ihn zwischen meinen Vorräten wieder. Und dazu noch Sahne, ein paar aus dem Herbst übriggebliebene Kastanien, ein paar (nun ja: halbwegs) frische Salbeiblätter und eine Flasche Marsala. Letztere bekam der Hase, nicht ich. Woraus dann in der Summe ein ziemlich gutes, kleines, feines Essen wurde. Weiterlesen