Zuckererbsen. Gebraten.

Gebratene ZuckererbsenEs mag überraschen: Zuckererbsen sind, so finde ich, das ideale Gemüse für Leute, die kein Gemüse essen, und die kein Gemüse mögen. Denn sieht man sich die Sache genauer an, so sind es ja meist immer dieselben Sachen, derentwegen mancher Gemüse nicht so wirklich schätzt: Eine gewisse Laffheit im Biss, die sich schnell, wenn man die Garzeit nicht im Blick hat, ins völlig Formlose steigern lässt. Eine gewisse Wässerigkeit dann, die natürlich umso deutlich hervortritt, je mehr man allein von kochendem Wasser Gebrauch macht, um das Gemüse gar zu bekommen. Und eine gewisse Abwesenheit von Geschmack natürlich, denn was in zu viel Wasser zu lange weichgekocht wird, das schmeckt auch meistens nicht mehr nach besonders viel. Ernsthaft: Wie könnte man sowas denn noch mögen? Oder gar essen wollen? Bah. Die Zuckererbsen dagegen: Fleischig. Nussig. Fest. Und vor allem: Bratbar. Oh, wie herrlich! Weiterlesen

Pasta mit Kürbis und Entenleber.

Pasta mit Kürbis und EntenleberInnereien sind ja trotz ihres ausgeprägten Geschmacks erstaunlicherweise eine Sache, mit der erstaunlich viele Leute erstaunlich wenig anfangen können. Wobei ich zugebe: Wenn man auf die Konsistenz des Essens einigermaßen Wert legt, mit stark ausgeprägten Geschmacksnoten aber eher weniger anfangen kann, dann wird man vermutlich mit Dingen wie Beuscherln (oder Lungenhaschee, wie man anderswo sagt), Pansen, Kutteln, Entenjung oder gar Leopold Blooms Frühstücksniere eher nicht so glücklich werden. Andererseits: warum es nicht einmal versuchen? Und zwar, zur Eingewöhnung, mit der wahrscheinlich harmlosesten und saubersten Variante tierischer Innereien: Der Entenleber. Und, um sie geschmacklich und konsistenziell noch einmal zu verdünnen: Entenleber mit Kürbis. Schließlich, um sie in ganz und gar harmloser Variante auf den Tisch zu bringen: Als Pasta mit Kürbis und Entenleber. Weiterlesen

Kürbissuppe. With a twist.

Kürbissuppe. With a twist.

Eigentlich muss man gar nicht besonders genau hinsehen, um festzustellen, dass es sich bei Kürbissuppe, diesem einfachst möglichen Verwurstungsprodukt für den herbstlichen Kürbisüberfluss, nicht wirklich um eine besondere Sache handelt. Ganz im Gegenteil: Mit minimalem Aufwand an Zeit und Zutaten – und, wenn nötig, auch mit minimalem Aufwand an Können und Kunstfertigkeit – sind durchaus nicht nur passable, sondern sogar ziemlich gute Ergebnisse möglich. Warum hier also trotzdem Kürbissuppe? Weil man ihr Unrecht tut, wenn man sie auf diese einfachst mögliche Variante der pürierten und aufgekochten Frucht reduziert. Man kann nämlich eine ganze Menge mehr aus ihr machen – und damit meine ich nicht das Kürbisschaumsüppchen ambitionierter Landgasthausspeisekarten. Weiterlesen