Weinverkostungen: Eine Survivalstrategie.

WeinlisteVorbereitung ist ja bekanntlich die Hälfte von was auch immer. Das trifft insbesondere dann zu, wenn man sich – sei es, weil man eingeladen ist oder gar dafür bezahlt hat – gelegentlich auf kleineren oder größeren Weinveranstaltungen herumtreibt. Denn natürlich ist so etwas kein Spaß, sondern harte Arbeit, geht man dort doch im Idealfall nicht hin, um mehr oder weniger gratis eine möglichst flattrige Fahne mitzunehmen, sondern um zu probieren, zu testen, zu notieren und die gewonnenen Erfahrungen in den Ausbau des eigenen Kellers einfließen zu lassen – oder sie zumindest in Aufschneiderei umzusetzen. Und ich spreche hier nicht von den eher kleinen, intimen Veranstaltungen im Wohnzimmer oder in Winzers Garage, wo man in zwei Stunden acht Weine probiert und dann Bestellformulare ausfüllt. Nein, um die größeren Veranstaltungen geht es her, bei denen sich mehrere hundert Weine probieren lassen. Und auf die man sich entsprechend vorbereiten sollte, sofern man nicht schon vor der Halbzeit die Halle mit den Füßen voran wieder verlassen möchte. Weiterlesen

Vorspeise klassisch: Gebratene Foie gras auf Schwarzbrot an Apfel-Mango-Chutney.

Gebratene Foie gras auf Schwarzbrot an Apfel-Mango-ChutneyKlassische Langeweile dürfte vermutlich die Kategorie heißen, in die man dieses Rezept ziemlich wahrscheinlich einordnen müsste, wenn man ihm und seinesgleichen grundsätzlich wohlwollend und aufgeschlossen gegenüberstünde. Oder spießige Wohlstandsküche, falls man eher weniger zu differenzierter Betrachtung neigen sollte. Ich für meinen Teil kann beiden Begriffe durchaus etwas abgewinnen, muss aber natürlich sagen, dass ich klassische Langeweile durchaus ein wenig freundlicher finde. Und dass ich natürlich zum Spießertum dieselbe Einstellung wie jeder andere Mensch habe: Die Spießer sind selbstverständlich immer die anderen! Bleiben wir also bei klassischer Langeweile, die durchaus ihre guten Seiten hat: Die im Begriff des Klassischen unbedingt mitschwingende Sicherheit, hier etwas zu haben, das nicht mehr neu erfunden werden muss, weil es bereits so ausgereift ist, dass es gar nichts mehr neu zu erfinden gibt. Wie das vitruvsche Säulenmaß also. Und die Langeweile natürlich, die gar nicht immer so derart negativ konnotiert sein muss, wie das allenthalben gerne geschieht, sondern die hier eher als die Abwesenheit von Aufregung und Aufgeregtheit angesehen werden mag. Passt doch gar nicht schlecht zusammen. Oder auf’s Essen bezogen: Solches, das seinen festen Platz auf allen einigermaßen seriösen und nicht allzu ambitionierten Speisekarten hat, immer gewohnt hervorragend schmeckt, immer an derselben Stelle der Menüfolge kommt, und bei dem man  noch nicht einmal lange zu überlegen braucht, was man dazu trinken soll, da auch die Antwort auf diese Frage schon vor längst gefunden wurde. Weiterlesen